Kunst, Ausdruck & Blogartikel
🎶 Musik – meine Leidenschaft
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💭 Musik – Emotionen in Klang und Beratung. Psychologie, Selbstentwicklung & Neurodiversität
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Entdecke, wie Musik, Psychologie und Neurodiversität zusammenhängen. Meine musikalische Biografie und psychologische Einblicke ins Selbst.
Zudem findest du hier aktuelle Informationen zu Persönlichkeitsstörungen und kognitiven Besonderheiten.
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🪶 Musik entspringt der Seele – Eine musikalische Biografie
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Bevor ich meine beratende Tätigkeit aufnahm, schrieb und veröffentlichte ich eigene Songs, die Emotionen kraftvoll transportieren. Heute fließen sowohl Empfindsamkeit als auch Authentizität in meine Beratung ein.
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Thesen & Theorien
Manche Inhalte auf dieser Seite berühren tiefgehende emotionale Themen. Musik hat mich gelehrt, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken – genau diese Empfindsamkeit fließt auch in meine Arbeit ein. Alles, was ich teile, kommt aus dem Herzen – nie, um Wunden zu schlagen, sondern um Brücken zu bauen und Verständnis zu fördern.
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🌿 Psychologie
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Die Theorie über das Selbst
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Nach der analytischen Psychologie von Carl Gustav Jung (1875–1961) existiert das kollektive Unbewusste. Ebenso gibt es aktuelle Theorien über das kollektive Bewusstsein, die sich mit dem Selbst auseinandersetzen.
Meine persönliche Definition:
"Das Selbst ist die (von bewussten und unbewussten Traumata sowie gesellschaftlichen Etiketten) unbeeinflusste Seele, die uns allen innewohnt. Sie ist unabhängig vom Außen oder von der Meinung anderer. Sie IST. Du BIST."
Oder anders ausgedrückt:
"Das Selbst passt sich an innere und äußere Bedingungen an und der Mensch verliert damit den ursprünglichen Bezug zu seinem wahren Kern."
Dies ist Teil des humanistischen Ansatzes, der das Entwicklungspotential eines Menschen fördert.
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Persönlichkeitsstörungen
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Wenn Menschen ihre Heilung nicht selbst herbeiführen können, entstehen oft missbräuchliche Strukturen – häufig in Familien oder nahen sozialen Umgebungen.
Typische Merkmale sind:
Pathologischer Narzissmus oder
narzisstische Prägungen.
Die Aufteilung in Schwarzes Schaf und Goldenes Kind.
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Narzisstische Prägungen verstehen
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Narzisstische Prägungen entstehen oft in frühen Beziehungserfahrungen und zeigen sich später in unserem Selbstbild, unserem Umgang mit Nähe und unserem Bedürfnis nach Anerkennung. Dabei geht es nicht um feste Zuschreibungen, sondern um ein Spektrum menschlicher Erfahrungen.
Manche Menschen haben gelernt, ihren Selbstwert stark an Leistung, Anpassung oder äußere Bestätigung zu knüpfen. Andere erleben im Kontakt mit narzisstisch geprägten Bezugspersonen Unsicherheit, Selbstzweifel oder das Gefühl, „nicht genug“ zu sein. [Zum Artikel]
In der Psychologie wird zwischen alltäglichen narzisstischen Anteilen und einer klinischen Ausprägung wie der Narzisstischen Persönlichkeitsstörung unterschieden. Für die persönliche Entwicklung ist jedoch vor allem entscheidend, die eigenen Muster achtsam zu erkennen und zu verstehen. [Zum Artikel]
In der Beratung geht es nicht darum zu bewerten, sondern darum, innere Dynamiken sichtbar zu machen. Den Selbstwert unabhängig von äußeren Rückmeldungen zu stärken und neue, gesündere Formen von Beziehung zu ermöglichen.
Empathische Menschen werden von anderen häufig zum schwarzen Schaf gemacht, weil sie den inneren Schmerz der anderen spiegeln.
Die Ich-Verteidigungsfunktion (Ego) schützt Menschen vor unangenehmen Wahrheiten. Doch es ist möglich, aus diesen Mustern herauszuwachsen.
📖 Buchhinweis: Mein neues Buch analysiert das Selbst und narzisstische Prägungen wissenschaftlich. [Hier erwerben]
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📊 Wissenschaft
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🧬 Kognitive Merkmale und Neurodiversität
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Einige Menschen nehmen Reize (Gerüche, Lautstärke, Stimmung) besonders intensiv wahr. Sie sind oft:
intuitiv und introvertiert
vielseitig künstlerisch kreativ
emotional intelligent
lösungsorientiert und kreativ beim Problemlösen
Neurodiverse Menschen benötigen nach stressigen Situationen Rückzug, um die intensiven Reize zu verarbeiten. Dauerhafte Überreizung kann sonst zu psychischen oder physischen Erkrankungen führen.
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Hochsensibilität als feine Wahrnehmung
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Der Begriff Hochsensibilität, geprägt von Elaine N. Aron, beschreibt eine besondere Form der Reizverarbeitung. Hochsensible Menschen nehmen Eindrücke intensiver wahr, verarbeiten sie tiefer und reagieren oft stärker auf emotionale und soziale Signale.
Das kann sich zeigen in:
einer feinen Empfänglichkeit für Stimmungen
einem ausgeprägten Bedürfnis nach Rückzug und Ruhe
tiefer emotionaler Resonanz und Empathie
Hochsensibilität ist keine Diagnose, sondern ein Persönlichkeitsmerkmal – mit sowohl herausfordernden als auch wertvollen Seiten.
Gerade in einer oft schnellen und reizintensiven Welt kann es schwierig sein, die eigene Sensibilität gut zu regulieren. Gleichzeitig liegt darin eine besondere Fähigkeit der Tiefe, Verbundenheit und ein differenziertes Erleben.
In der Begleitung geht es darum,
die eigene Wahrnehmung besser zu verstehen,
Überforderung zu reduzieren
und die eigene Sensibilität als Ressource zu integrieren.
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Verstehen von Hochsensibilität I Neurodiversität einfach erklärt I Die Bedeutung nach Judy Singer
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Die australische Sozialwissenschaftlerin Judy Singer prägte in den 1990er-Jahren den Begriff der Neurodiversität. Dahinter steht die Idee, dass neurologische Unterschiede – etwa Autismus, ADHS oder auch Hochsensibilität – keine Defizite, sondern natürliche Varianten menschlicher Vielfalt sind. [Zum Artikel]
Im Kontext der Hochsensibilität bedeutet das: Menschen nehmen Reize intensiver wahr und verarbeiten sie tiefer. Diese besondere Wahrnehmung ist keine Störung, sondern eine individuelle Ausprägung des Nervensystems. [Zum Artikel]
Die Neurodiversitätsbewegung trägt dazu bei, Hochsensibilität neu zu betrachten – weg von der Pathologisierung hin zu mehr Akzeptanz und Verständnis für unterschiedliche Formen des Erlebens.
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Engagement für Inklusion
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Als Fachkraft für Inklusions- und Integrationspädagogik setze ich mich dafür ein, dass neurodiverse Menschen besser verstanden und unterstützt werden. Mein Ziel ist, gesellschaftliche Akzeptanz, Rücksicht und Integration zu fördern.
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📊 Wissenschaft
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🧬 Kognitive Merkmale – Neurotypen
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Neurotypische Menschen sind Personen, deren neurologische Entwicklung und Informationsverarbeitung den gesellschaftlich erwarteten Mustern entsprechen.
Sie erreichen typische Entwicklungsmeilensteine und bewegen sich meist problemlos in sozialen, schulischen und beruflichen Strukturen, da diese überwiegend auf ihre Bedürfnisse ausgerichtet sind.
Der Begriff ist kein medizinischer Diagnosetitel, sondern stammt aus dem Konzept der Neurodiversität, das unterschiedliche Denk- und Wahrnehmungsweisen als natürliche Varianten des menschlichen Gehirns versteht. [Zum Artikel]
Die aktuelle Forschung zeigt, dass neurotypische Normen einen starken Einfluss darauf haben, was als „gesund“, „normal“ oder „angemessen“ gilt.
Gleichzeitig wird zunehmend betont, dass Unterschiede zwischen neurotypischen und neurodivergenten Menschen weniger Defizite als vielmehr unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungen darstellen.
Neurotypisch zu sein bedeutet nicht „besser“ oder „richtiger“, sondern beschreibt lediglich die Mehrheitsvariante neurologischer Entwicklung innerhalb einer vielfältigen Gesellschaft. [Zum Artikel]
Blogartikel
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Was ist das sogenannte Traumabonding bzw. die Traumabindung?
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Der Begriff "Traumabonding" (zu deutsch Traumabindung) bzw. die emotionale Abhängigkeit in Beziehungen
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Wir erleben Beziehungen von Anderen häufig nur als eine Art Momentaufnahme, also als einen Moment, in dem das Paar subjektiv betrachtet glücklich erscheint.
Wenn wir mit diesem Paar nun jedoch wesentlich längere Zeit verbringen würden, ist es durchaus denkbar, dass dieses eine Pärchen gar nicht so glücklich ist, wie es im ersten Moment von Außen für uns erscheint. Natürlich gibt es auch die wirklich gesunde Liebe, um diese soll es hier in meinem Blogartikel aber nicht gehen.
Besteht zwischen den beiden Menschen, die eine Beziehung, Lebenspartnerschaft oder Ehe eingegangen sind, ein sogenanntes Traumabonding bzw. eine Traumabindung, dann sind sie eine Beziehung eingegangen, weil jeder von ihnen ein in sich nicht verarbeitetes Kindheitstrauma besitzt und dessen sind sie sich in der Regel nicht bewusst.
Dieses „Bonding“ entsteht häufig bereits in der Kindheit. Das Paar wird dann vor allem durch gemeinsamen Schmerz und ähnliche emotionale Erfahrungen miteinander verbunden.
Meine Worte entstehen aus eigener Erfahrung: aus Schmerz, Scheitern, wieder Aufstehen und dem mühevollen Kampf zurück zu mir selbst. Diese Biografie führte schlussendlich zum Erkennen und die Erfahrung möchte ich weitergeben an Menschen, die in ähnlichen Situationen stecken oder die merken, dass irgend etwas in ihrer Beziehung "nicht stimmt", dieses Gefühl jedoch nicht bewusst benennen können.
Ist das wirklich Liebe?
Traumabonding wird oft mit Liebe verwechselt. Tatsächlich entsteht die Bindung jedoch häufig aus emotionalen Verletzungen, Verlustangst und unbewussten Mustern. Dadurch kann eine starke emotionale Abhängigkeit entstehen, die sich für Betroffene wie Liebe anfühlt, langfristig jedoch erschöpfend und destruktiv sein kann.
Betroffene verlieren in solchen Dynamiken manchmal zunehmend den Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen, Grenzen und Persönlichkeitsanteilen.
Welche Folgen hat Traumabonding?
Das Paar erkennt seine beidseitige Abhängigkeit nicht und so wird sich die Beziehung dann weiterhin schön geredet und die eigene Wahrnehmung wird enorm verzerrt.
Nach Außen hin spielt das Paar dann erwartungsgemäß weiter seine Rolle, indirekt ist aber nicht nur dieses unglücklich, sondern solche Dynamiken können langfristig auch das Umfeld belasten - etwa Kinder, Familie oder enge Freundschaften.
Von welchen "Mustern" spreche ich hier eigentlich?
Es geht um das eigene Selbst(wert)gefühl, das gering bis gar nicht ausgeprägt ist, und meist in der Kindheit durch die jeweilige/n Bezugsperson/en oder ein entsprechendes Umfeld sowie im Umgang miteinander erworben wurde.
Es geht weiter um das Gefühl, nicht gesehen zu werden.
Es geht aber auch um das Gefühl, beispielsweise nicht alleine sein zu wollen oder das Allein-sein nicht aushalten zu können.
Es geht um ein Sich-selbst-verleugnen, aber auch um negative Glaubenssätze über sich selbst "Ich kann nichts", "Ich bin nichts wert", "Ich schaffe das nicht", die durch äußere Umstände und Dynamiken im eigenen Leben entstanden sind, usw.
Wie entstehen solche Muster?
Diese Muster sind in der Vergangenheit entstanden, beispielsweise im Verwandten- und Bekanntenkreis, in der Ursprungsfamilie, im Umfeld, usw.
Was löst Traumabonding aus?
Traumabonding wird durch einen eher geringschätzigen Umgang in der Ursprungsfamilie ausgelöst, in der keine emotionale und körperliche Zugewandtheit gelebt wurde. Es wird durch einen schlechten Umgang zwischen den Ehepartnern oder Paaren, z. B. durch Schreien, körperliche Gewalt, emotionale Gewalt und Übertragung dieser Verhaltensweisen auf das Kind, ausgelöst.
Wie erkenne ich eine ungesunde Beziehung bzw. was sind die sogenannten "Red Flags" in der Kennenlernphase?
Die o. g. "Red Flags" zeigen sich sehr oft bereits zu Anfang, hört man mal wirklich auf sein eigenes Bauchgefühl und auf seine Intuition. Plötzlich passieren seltsame, chaotische Dinge in einer ungesunden Verbindung mit einem Menschen und alles wirkt irgendwie "chaotisch", nicht stimmig und seltsam negativ.
Das sogenannte "Love Bombing" ist ein weiteres Kennzeichen, das heißt, wenn alles viel zu schnell und zu viel bzw. zu intensiv von ihr/ ihm kommt und bereits anfangs zu viel investiert wird.
Auch eine sehr zeitige und irgendwie vom Zeitpunkt her unpassende Familienplanung (plötzliche Schwangerschaft, Kinderplanung) oder die Absicht zusammen zu ziehen oder einer sehr schnellen Heirat sollte einen aufmerksam werden lassen. Die/ der Partner/in versucht dadurch eine schnelle Abhängigkeit zu erzeugen.
Es geht also nicht um ein wirkliches Kennenlernen auf Augenhöhe und durch Zeit lassen, sondern die/ der Partner/in wird regelrecht bereits zu Anfang emotional mit Aufmerksamkeit überschüttet. Diese Intensität verwickelt damit die/ den Partner/in in eine emotionale "Falle" bzw. in die emotionale Abhängigkeit, da auf diese intensive Love-Bombing-Phase danach meist Abwertung folgt und so wird das "Opfer" immer weiter in das sogenannte Traumabonding gebracht und merkt es natürlich nicht, weil ja am Anfang alles "so schön", "so intensiv" und "so echt" wirkte und die/ der Partner/in sich genau dieses Gefühl vom Anfang wieder wünscht, was aber so nie mehr passieren wird.
Wenn sie/ er versucht sie/ ihn direkt am Anfang (also in der Kennenlernphase) mit teuren Geschenken zu beeindrucken.
Oft sind es auch sogenannte ungesunde Dynamiken von "On-Off-Beziehungen", in Verbindung mit sehr intensiv gelebten Emotionen (von Liebe bis Hass ist alles dabei), also emotionale Achterbahnfahrten mit der/ dem Partner/in.
Fühlt man sich nach einem Kontakt mit diesem einen Menschen innerlich unwohl, ausgelaugt und kraft- sowie energielos, ist dies ein Zeichen, dass einem eher die Energie entzogen als zugeführt wird.
Auch ein/e emotional nicht verfügbare/r Partner/in (wie beispielsweise damals die eigenen Eltern) ist Teil von derartigen Dynamiken, usw.
Ein Traumabonding betrifft nicht nur Paarbeziehungen, sondern es kann sich bereits in jungen Jahren durch ungesunde Freundschaften, Bekanntschaften, usw. zeigen und diese Beziehungen sind dadurch sehr oft sehr einseitig und an entsprechende Bedingungen geknüpft.
Außenstehende fragen oft: „Warum geht man nicht einfach?“
Die Antwort darauf ist komplex. Menschen in emotional abhängigen Beziehungen erkennen die Dynamik häufig lange nicht oder hoffen, dass sich die Beziehung wieder verändert.
Was kann ein möglicher Weg sein?
Wenn Menschen erkennen, dass sie über lange Zeit in belastenden oder emotional ungesunden Bindungsdynamiken gelebt haben, entsteht oft zunächst innerer Widerstand. Denn solche Muster sind meist tief verankert und mit Angst, Schuldgefühlen oder emotionaler Abhängigkeit verbunden.
In manchen Fällen kann die bewusste Distanzierung oder auch Trennung ein wichtiger Schritt sein, um wieder Zugang zu sich selbst zu finden und eigene Bedürfnisse wahrzunehmen. Heilung bedeutet dabei nicht, „perfekt“ zu werden, sondern sich selbst besser zu verstehen, alte Muster aufzuarbeiten und neue Formen von Beziehung und Nähe zu entwickeln - etwa durch Selbstreflexion, persönliche Entwicklung, therapeutische Begleitung oder psychologische Beratung.
Auch Kinder profitieren häufig davon, wenn Erwachsene beginnen, ihre eigenen Beziehungsmuster bewusst zu hinterfragen. Denn ein reflektierter Umgang mit Konflikten, Nähe und emotionaler Verantwortung kann helfen, belastende Dynamiken nicht unbewusst weiterzugeben.
Wer erkennt schon gern an, dass familiäre oder Beziehungsmuster über Jahre falsch oder verletzend waren? Ehrliche Selbstreflexion braucht Mut.
Bereits als Kind habe ich versucht, auf Missstände aufmerksam zu machen, aber statt gehört zu werden, erlebte ich Ablehnung, Schuldzuweisungen und seelische wie körperliche Strafen. Lange verlor ich dadurch meine eigene Stimme.
Heute weiß ich, dass verdrängte Wahrheiten nicht verschwinden und früher oder später zeigen sich ihre Folgen. Genau deshalb sind Ehrlichkeit, Bewusstsein und Verantwortung so wichtig.
Viele Menschen bleiben über Jahre in vertrauten Beziehungsmustern, selbst dann, wenn sie sie innerlich längst nicht mehr erfüllen. Auch in meinem weiteren Umfeld sehe ich immer wieder Beziehungen, die eher von Anpassung, Angst oder Gewohnheit getragen werden als von wirklicher Ehrlichkeit. Wahrheit auszuhalten ist nicht leicht, besonders in einer Gesellschaft, in der emotionale Authentizität oft eher vermieden als gefördert wird. Doch echte Nähe und Intimität entstehen nur dort, wo Menschen sich selbst und einander ehrlich begegnen dürfen.
Wer solche ungesunden Bindungsdynamiken einmal bewusst erkannt und sich daraus gelöst hat, braucht oft lange, um das Erlebte zu verarbeiten. Vertrauen entsteht danach meist nur sehr langsam wieder.
Häufig werden gerade jene Menschen zum Außenseiter gemacht, die Spannungen, Widersprüche oder verdrängte Wahrheiten offen ansprechen, denn in dysfunktionalen Systemen hat Stabilität oft Vorrang vor Ehrlichkeit.
Nach außen soll der Eindruck entstehen, dass alles in Ordnung ist - selbst dann, wenn innerlich längst etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist.
Näheres gibt es in meinem Buch "Familienerbe - Was wir weitertragen, ohne es zu wollen" [hier erhältlich]
... zu guter Letzt noch ergänzend die folgende Frage:
Was sind die sogenannten "Green Flags" in der Kennenlernphase bzw. wie erkenne ich eine gesunde Partnerschaft?
Die sogenannten "Green Flags" hingegen lassen einen u. a. immer gut fühlen nach einem Kontakt mit diesem einen Menschen. Dies trifft im Übrigen generell auf soziale Kontakte zu.
Der Mensch baut einen auf und unterstützt, wo sie/ er kann.
Sie/ er ist empathisch und verständnisvoll, hört zu und die Beziehung ist von beiderseitigem Respekt auf Augenhöhe geprägt.
Beide nehmen und geben zu gleichen Teilen.
Die Energie, die sich aus dieser Verbindung ergibt, ist nie negativ, sondern durchweg positiv gestimmt und lässt beide Partner gut fühlen. Es fühlt sich stimmig an.
Blogartikel
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👩👧👦 Warum triggert dich dein Kind - und was steckt wirklich dahinter?
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Kennst Du diese Momente, in denen dein Kind etwas ganz Kleines macht – und in dir steigt plötzlich eine starke Emotion hoch? Wut, Überforderung oder Hilflosigkeit?
Du reagierst vielleicht heftiger, als du eigentlich möchtest – und fragst dich danach: Warum passiert mir das immer wieder?
Die Antwort ist oft tiefer, als es im ersten Moment scheint.
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❓ Was ist eigentlich ein Trigger?
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Ein Trigger ist keine "Überreaktion", sondern ein Hinweis. Er zeigt dir, dass etwas in dir berührt wird, das nicht im Hier und Jetzt entstanden ist.
Oft sind es alte Erfahrungen aus deiner eigenen Kindheit:
– Situationen, in denen du dich nicht gesehen gefühlt hast
– Momente, in denen du dich anpassen musstest
– Gefühle, die damals keinen Raum hatten. Dein Kind trifft – ganz unbewusst – genau diese Punkte.
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🫶 Warum berührt gerade dein Kind dich so stark?
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Kinder haben eine besondere Fähigkeit: Sie spiegeln uns.
Nicht absichtlich – sondern weil sie:
ehrlich sind,
Bedürfnisse klar zeigen
und Grenzen austesten.
Und genau das kann alte, ungelöste Themen in uns aktivieren.
Es geht also nicht darum, dass dein Kind "zu viel" ist.
Sondern darum, dass etwas in dir gesehen werden möchte.
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👉 Was kannst du konkret machen, wenn dich dein Kind triggert?
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Der wichtigste Schritt ist nicht perfekt zu sein – sondern sich bewusst darüber zu sein, was gerade passiert. Das heißt:
1) Erkennen statt verurteilen
Wenn du merkst, dass du getriggert bist, halte kurz inne und frage dich: "Was fühle ich gerade wirklich"?
2) Verantwortung übernehmen
Dein Kind ist nicht die Ursache deiner Gefühle – sondern der Auslöser.
Das verändert alles.
3) Neue Reaktionen üben
Du musst nicht sofort alles "richtig" machen. Schon ein kleiner Moment des Innehaltens kann langfristig viel verändern.
4) Erkenntnis
Dein Kind ist nicht dein Problem. Es ist – auf eine sehr ehrliche Weise – dein Spiegel.
Und genau darin liegt eine große Chance:
Du kannst wachsen, alte Muster erkennen und bewusster leben.

